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Interview mit Delphine Peretto
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Bist du mit deiner Saison bisher zufrieden ?
Nicht wirklich! Ich bin in Östersund eine gute Staffel gelaufen. Sonst habe ich schlecht geschossen. Ich hoffe, dass ich nun besser werde.
Was ist bei den Olympischen Spielen möglich?
Ich hoffe sehr auf die Staffel!
Was denkst du welchen Platz die Staffel belegen kann?
Ich denke, dass wir auf jeden Fall auf's Podium kommen können, aber da muss jeder gut sein an diesem Tag.
…und wer wird gewinnen?
Die Norweger sind stark, die Russinnen auch. Die Deutschen sind auch sehr stark, aber es gibt immer eine, die Mist baut.
…und heute? (die Frauenstaffel in Oberhof)
WIR! (lacht) Nein, ich weiß nicht wirklich wer…wir werden sehen.
Wie ist die Stimmung in der Mannschaft?
Sie ist immer sehr gut!
Was ist dein Ziel für den Rest der Saison?
Ich möchte möglichst immer unter den ersten 25 oder 30 sein. Am Ende im Gesamtweltcup unter den besten 20 zu sein wäre auch super.
Wie bist du auf Biathlon gekommen?
Ich habe vorher Langlauf gemacht und ich hatte Freundinnen, die gesagt haben, dass das toll wäre und meinten ich sollte es mal probieren. Also habe ich das gemacht.
Du musstest deine Karriere oft wegen Verletzungen unterbrechen. War das nicht frustrierend für dich?
Es war schon sehr schwer, aber ich habe mir immer gesagt: "Du bist noch jung, du hast noch genug Zeit." Das hat geholfen.
Hast du daran gedacht alles hinzuschmeißen ?
Ja, ich habe mir gesagt, wenn ich noch mal eine solche Verletzung wie vor 2 Jahren habe, dann höre ich auf.
Welche Erinnerung hast du an dein erstes Weltcuprennen?
Das war in Beitostolen 2004. Ich habe das Rennen sehr gut begonnen, dann war ich total fertig und im stehend schießen habe ich dann total daneben gehauen.
Was denkst du vor einem Rennen?
Nicht spezielles. Ich denke an technische Dinge, ans Schießen, an Dinge worauf ich beim Laufen achten soll.
Was war der bis jetzt schönste Moment in deiner Karriere?
Ich denke die Staffel voriges Jahr in San Sicario. Meine Eltern waren da und andere Familienmitglieder. Ich habe auch schon vorher gute Rennen gemacht und das war eine sehr gute Woche für mich.
Warum, denkst du gibt es im Biathlon nicht so viele Dopingfälle, wie zum Beispiel beim Radfahren oder Langlauf?
Ich glaube das liegt an dem Geld. Im Biathlon verdient man weniger und da geht man das Risiko nicht ein, seine Gesundheit durch Doping aufs Spiel zu setzen. Außerdem gibt es hier auch noch das Schießen und da kann man mit Doping nichts machen.
Hast du ein Idol?
Mhhh…Sandrine! (lacht) Sie ist wirklich sehr stark, sie ist immer nett und bringt immer gute Stimmung in die ganze Mannschaft. Es ist gut jemanden wie sie im Team zu haben !
Interview geführt von Anne Gassner & Karolin Hemp im Januar 2006
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