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" ... 4 Stück, das ist schon großartig !"
Interview mit Marion Blondeau
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Bist du mit deiner Saison zufrieden ?
Ja sehr ! Mein Ziel waren die Weltmeisterschaften, da wollte ich gut sein … gut schießen und schnell laufen. Vor der EM war ich leider krank und auch sehr erschöpft, aber trotzdem haben wir mit der Staffel eine Medaille gewonnen. Das ist super !
Hast du deine 4 WM-Medaillen erwartet ?
Nein. Ich wollte bei allen Rennen in den Top 10 sein und vielleicht eine Medaille holen … aber 4 Stück, das ist schon großartig.
Ich habe gelesen, dass es in Presque Isle Schülergruppen gab, die die verschiedenen Nationen unterstützt haben …
Ja, das war toll. Das waren Schüler aus verschiedenen Schulen und jede Schule hat eine andere Nation unterstützt. Wenn Wettkämpfe waren, mussten sie nicht in die Schule gehen, sondern sind an die Strecke gekommen.
Was ist bisher der schönste Moment deiner Karriere ?
Ouf …das ist schwer. Ich denke mein allererster Sieg. Das war sehr toll … ich musste weinen und es war sehr emotional.
Wo liegen deine Stärken ?
Ich denke das ist das Laufen. Manchmal bin ich auch im Schießen besser, aber hauptsächlich das Laufen.
Wie bist du zum Biathlon gekommen ?
In Frankreich fängt man zunächst mit Langlauf an und irgendwann muss man sich dann entscheiden, ob man dabei bleibt oder Biathlon macht. Zum ersten Mal habe ich in einem Wettkampf geschossen und ich war gut, also habe ich mich für Biathlon entschieden.
Was denkst oder fühlst du vor einem Rennen ? Hast du ein Ritual ?
Nix spezielles. Ich denke an technische Sachen. Was ich beim Schießen beachten muss, meine Lauftechnik und sowas. Und ein Ritual … habe ich ein Ritual ? (lacht) Ich weiß nicht. Ich glaube nein.
Was ist deine Lieblingsdisziplin ?
Die Staffel und der Massenstart.
Hast du ein Idol ?
Nicht so richtig … Magdalena Forsberg ist ein großes Idol. Als ich mit dem Biathlon angefangen habe, hat sie einfach alles gewonnen, das war sehr beeindruckend.
Was ist dein Beruf ?
Ich bin Student. Ich studiere Ernährungswissenschaften … spezielle Ernährung für Sportler.
Was hast du dir für die kommenden Saisons vorgenommen ? Auch mit Blick auf Vancouver 2010 …
Medaillen bei den Junioren-Weltmeisterschaften, Podiums … gute Rennen machen und mich weiterentwickeln. Das große Ziel ist natürlich Olympia in Vancouver und ich hoffe, ich werde es schaffen.
Du trainierst am " Pôle France " in Prémanon. Wie muss man es sich da vorstellen ?
Wir sind mehrere Athleten da, z.B. trainiert Marine Rougeot auch da und wir trainieren gemeinsam. Es gibt verschiedene Trainer, die uns helfen und Tips geben.
Das wurde eingerichtet, damit die jungen Athleten nach dem BAC Biathlon ohne Probleme weitermachen können. Wir studieren auch, aber es ist eher eine Art Fernstudium. Es gibt keine Lehrer und es ist auch kein Internat oder etwas Ähnliches. Wir haben alle unsere eigenen Wohnungen.
Hast du dich dadurch weiterentwickelt ?
Ja, ich denke schon. Es hilft in einer guten Gruppe zu trainieren. Wir haben viele verschiedene Trainer da und das ist natürlich sehr gut.
Habt ihr auch Kontakt mir Athleten anderer Nationen ?
(lacht) … Jaaa … (lacht) Natürlich ! Wir verstehen uns mit den Deutschen sehr gut, z.B. Daniel Böhm und die anderen Junioren. Man feiert immer mal zusammen und hat Spaß …
Was machst du als erstes, wenn du nach einer langen Saison nach Hause kommst ?
Meine Familie und Freunde besuchen, die ich lange Zeit nicht gesehen habe.
Interview geführt von Anne Gassner im März 2006
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