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Interview mit Simon Fourcade
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Vielleicht könntest du mir zu Beginn eine kleine Beschreibung deines Einzel's geben. Wie hast du das Rennen erlebt, vor allem die letzte Runde, was hast du gedacht oder gefühlt, als du die Ziellinie überquert hattest und Raph dich umarmt hat …
Vor dem Rennen war ich sehr ruhig, selbstbewusst und vorallem sehr konzentriert. Ich habe für mich gewusst, dass wenn ich meinem Rennplan folgen würde ohne zuviel zu wollen oder psychisch zusammenzubrechen, würde es schwer werden.
Als ich dann auf die letzte Runde gehe und man mir sagt, dass ich in Führung liege, war ich verrückt, ich habe gezittert und bin am Anfang der Runde sehr schnell gewesen, weil ich Raph wirklich schlagen wollte. :)
Im Zieleinlauf hat Raph mich dann sehr fest umarmt. Wir verstehen uns wirklich gut und es ist schln mit ihm mein erstes Podium zu feiern, auch wenn es nicht ich war, der auf der ganz oben stand.
Vor Lahti war ja die WM, wo du 2mal 8 wurdest. Du bist sicherlich zufrieden.
Vor der WM war es mein Ziel einmal in die Top 10 zu kommen : Ziel geschafft.
Wir (d.h. ich und Raph) haben vorher ein sehr langes Trainingslager gemacht und es ist schön zu sehen, dass sich diese Arbeit auszahlt.
Wie war die Saison für dich ? Bist du zufrieden ?
Meine Saison (die ja noch nicht zu Ende ist) ist sehr gut. Ich bin wirklich sehr zufrieden. Ich habe alle meine Ziele erreicht und für die letzten beiden Weltcups habe ich mir noch neue gesteckt.
Nach deinen Erfolgen als Jugendlicher und Junior hat man viel von dir erwartet. Wie hast du den Übergang zu den Senioren erlebt ? Hast du Druck verspürt ?
Der Übergang war eher hart. Ich weiß nicht, ob man viel von mir erwartet hat, aber ich habe viel von mir erwartet und zu sehen, dass es mir schwer fällt sofort vorne dabei zu sein, das war schwer.
Aber heute denke ich, dank der Arbeit ein gewisses Level erreicht zu haben und ich hoffe, dass das erst der Anfang war.
Raph hat dich zu seinem Nachfolger ernannt. Bist du damit einverstanden ?
Viele Leute sagen das und ich fühle mich geehrt, aber ein bisschen nervt es auch, weil ich Simon Fourcade heiße und ich möchte gerne, dass die Leute das wissen. Ich höre viel zu oft "Schau, das ist der neue Poirée !!!"
Trotzdem ist Raph jemand, der mir sehr viel bedeutet. Als ich klein war, war er es, der mich zum Biathlon gebracht. Ich habe ihn im TV gesehen und mein ganzes Zimmer war voll mit Postern von ihm.
Nach Olympia im letzten Jahr, Vancouver 2010 als großes Ziel …
Ja, das ist mein großes Ziel, aber ich möchte nicht allzu sehr darüber nachdenken. Da ist es noch ein ganzes Stück hin und est gibt vorher noch viele Etappen zu meistern.
Welche Erinnerungen hast du an deinen ersten Weltcup ?
Das war in Oslo 2004. Das war groß, das war schön, eine große Veränderung von den Juniorenrennen und den Europacups. Das Niveau war sehr viel höher. Nach dem Sprint habe ich geweint, weil ich nicht verstanden habe, wie das möglich ist, dass meine Gegner so viel schneller sein konnten.
Hast du ein Idol ?
Ich beobachte Ole Einar Bjoerndalen viel. Er ist ein Beispiel für mich. Ansonsten mag ich Yannick Noah (Tennis) sehr.
Interview geführt von Anne Gassner im März 2007
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